Über Uns
Herzlich willkommen beim Männerchor Eintracht Köln-Porz
... Sie meinen, das ist nichts für Sie? Ja genau Sie! Sie meinen, Sie könnten nicht singen? Das dachten schon so manche Menschen. Dann nahmen Sie ihren ganzen Mut zusammen, in die erste Probe kamen, im Chor die Erfahrung machten, dass bei der professionellen Hilfestellung und Anleitung durch die Mitglieder des Chores und des Leiters vieles erlernbar ist. Davon wagte man zuvor nicht zu träumen. Also wie schaut’s? Haben wir Ihr Interesse geweckt.
Jetzt Mitglied im Chor werden!
Unsere Chorproben

Derzeit hat der reine Männerchor etwa 25 Mitglieder. Seit einiger Zeit wird insbesondere das traditionelle kölsche Liedgut gepflegt, das bei den Konzerten dem Publikum gefallen hat.
Vielleicht haben wir Ihr Interesse geweckt?
Sie erreichen uns bei unserer Chorprobe jeden Dienstag von 18:00 bis 20:00 Uhr im Engelshof, Köln-Porz-Westhoven, Oberstraße 96.
Weitere Details finden Sie auf den folgenden Seiten.
Unser Chorleiter Andreas Biertz

Kölsch kann mer nit nor schwaade …
Als „kölscher Jung“ wurde ich 1965 geboren und bin in Deutz aufgewachsen. Dabei hatte ich seit frühester Kindheit schon engsten Bezug zur Mundartmusik, zum Beispiel als Gesangssolist im Schulkarneval. Während des Schulmusik-Studiums an der Kölner Musikhochschule habe ich schnell mehrere Chöre geleitet, mich viel als Alleinunterhalter und Pianist in Big Bands und Tanzmusikensembles sowie mit Pianobarmusik betätigt. Immer lag mir dabei die kölsche Mundart am Herzen – die auch außerhalb des Karnevals wichtig ist, weil sie so typisch für Köln ist, „Heimat“ prägt und alle schnell verbindet.
Während der Session wirke ich schon seit Jahrzehnten im Saal-Orchester von Markus Quodt als Keyboarder und Sänger mit. Außerhalb der Session mache ich weiter gern Musik, arrangiere aber auch Chorsätze für Frauen-, Männer- und gemischte Chöre, spiele neben dem Klavier auch Quetsch, Gitarre, Saxophon und etwas Flitsch, und so ist mir insgesamt eine breit aufgestellte musikalische Betätigung wichtig. Hauptberuflich unterrichte ich junge Menschen mit sozialen Berufen am erzbischöflichen Berufskolleg in Köln, nebenbei leite ich seit ca. 30 Jahren den Kirchenchor meiner Gemeinde St. Hubertus in Köln-Brück und seit 2015 auch den „Chor der Fründe vun der Akademie för uns kölsche Sproch e.V.“. Bei allen Chören ist mir die Freude am Gesang und das „Anstecken“ des Publikums, z.B. zum Mitsingen bei „Offenen Singen“ überaus wichtig. Und genau das schafft auch die Eintracht vorbildlich. Bis jetzt habe ich hier schon viele sehr engagierte Sänger kennengelernt, die aufmerksam und routiniert proben, die musikalisch äußerst flexibel sind und sich auch ansonsten gern und stark einbringen. Deshalb freue ich mich schon jetzt auf eine hoffentlich lange und schöne gemeinsame musikalische Zeit, in der wir uns gegenseitig und unsere Zuhörer und Besucher mit Gesang erfreuen.
Der Vorstand

Peter Schumacher
1. Vorsitzender

Martin Pfeiffer
Stellv. Vorsitzender

Christoph Althaus
Schatzmeister

Yannick Bender
Beisitzer

Christoph Welsch
Beisitzer
Chronik des Männerchor Eintracht Köln-Porz e.V.
Die Gründung des Männerchors fand in der Hochblüte der Romantik des späten 19. Jahrhunderts statt. Seinerzeit schossen unzählige Männerchöre in Deutschland „wie Pilze aus dem Boden“, dem romantischen Liedgut und der Pflege des geselligen Singens verpflichtet. So fanden sich im Oktober 1889 in der Westhovener Gaststätte „Deutscher Rhein“ 24 Männer auf Initiative des musikalischen Gastwirts Jakob Pütz zur Gründung des „MGV Eintracht Westhoven“ zusammen. Im Vereinsmotto „Durch das Schöne stets das Gute“ drückte sich im damaligen patriotisch-romantisch geprägten Zeitgeist die Sehnsucht nach dem Ideal des harmonischen Zusammenlebens aller Menschen überdeutlich aus.
Zahlreiche Konzerte, humoristische Wettstreite, Theaterabende und Bälle im Jahr wurden in Westhoven und Ensen veranstaltet. Ein derart intensives Kulturleben lässt sich nur vor dem Hintergrund verstehen, dass zur damaligen Zeit weder Kino, Radio noch Fernsehen existierten. Nach dem 1. Weltkrieg wuchs der Männergesangverein Eintracht Westhoven auf eine Singstärke von 75 aktiven Sängern an. An bedeutenden Wettbewerben nahm man mit großem Erfolg teil. 1937 übernahm Theo Breuer die musikalische Leitung des Chores, er bekleidete dieses Amt für 52 Jahre. 1939 wird dem Chor die Zelter-Plakette verliehen, die höchste Auszeichnung für einen Männerchor.
Im 2. Weltkrieg sind viele aktive Sänger umgekommen. Bei einem brutalen Bombenangriff im Oktober 1944 wurde mit dem Vereinslokal auch das gesamte Vereinsvermögen an Noten, Pokalen und Urkunden sowie die Vereinsfahne zerstört. In den 50er Jahren wurde eine Vielzahl von musikalischen und gesellschaftlichen Aktivitäten entwickelt. Der Chor wuchs wieder auf 70 Sänger an. Die erste Konzertreise ins Ausland, nach Wien, fand 1958 statt, ihr sollten noch viele spätere Reisen auch auf andere Kontinente folgen. Diese führten den Chor in den Folgejahren u.a. nach New York, Washington, Chicago, Indianapolis, Toronto, Montreal, Rio de Janeiro, Sao Paulo, Blumenau, Peking, Shanghai, Xi´an und auf dem europäischen Kontinent nach Arnheim, Bad Ischl, Barcelona, Berlin, Brünn, Budapest, Cork, Debrecen, Den Haag, Dublin, Dunstable, Gijon, Granada, Helsinki, Llangollen, London, Marbella, Montreux, Mulhouse, Prag, Riga, Rom, Sevilla, Sofia, Straßburg, Sorrent, Südafrika, Tallinn, Wien. Das erste Gürzenich-Konzert fand im Jahr 1963 mit riesigem Publikumserfolg statt. Zwischen 1964 und 1996 errang der Chor insgesamt 7-mal den Titel „Meisterchor im Deutschen Sängerbund“.
1970 wurde die Namensänderung in „Männerchor Eintracht Porz am Rhein“ beschlossen, 1994 wiederum geändert in „Männerchor Eintracht Köln-Porz“. 1982 erfolgte die Auszeichnung des Chores mit der August-von-Othegraven-Medaille. Seit 1983 wurden Konzerte im neuen Saal des Porzer Rathauses und seit 1988 in der Kölner Philharmonie mit großem Erfolg durchgeführt. 1989 Verleihung der Palestrina Medaille anlässlich eines Konzertes in Palestrina. Das Jahr 1989 stand im Zeichen des 100-jährigen Bestehens des Chores mit großer Ausstellung, Jahrhundertball und Jubiläumskonzert in der Philharmonie in Köln. Das Dirigentenamt wurde von Theo Breuer an Hans Josef Loevenich übergeben.
Seit 1995 kommt dem Chor-Vorstand tatkräftige Hilfe durch seinen Präsidenten Volkmar Schultz bei der Lösung zahlreicher organisatorisch/finanzieller Probleme zugute. Der Altpräsident Peter Weiden wurde im selben Jahr zum Ehrenpräsidenten ernannt. 1997 trat Heinz-Walter Florin die Dirigentschaft des Chores an. Der junge, dynamische Chorleiter setzte in den Folgejahren neben dem bekannten klassischen Repertoire neue Akzente mit Musik aus Operette, Musical, dem Pop-Bereich sowie Kölner Mundart-Liedern. Unter seiner Leitung wurden so populäre Konzertreihen wie „Weihnachtskonzert“ sowie „Kölscher Vörmeddaach“ unter Mitwirkung namhafter Kölner Musikgruppen mit großem Erfolg eingeführt und sind heute Tradition. Ein besonderes Ereignis und das wohl erfolgreichste Konzert des Chores stellte das Konzert „Nationale und internationale Hits vergangener Tage“ dar, welches 2002 zum ersten Mal im Theater am Tanzbrunnen in Köln und danach erneut 2005 im Engelshof in Westhoven und im gleichen Jahr im Hotel Sonnenalp in Ofterschwang aufgeführt wurde und jedes Mal ein begeistertes Publikum fand.
Höhepunkte von Besuchen in Berlin bildeten Empfänge durch den jeweiligen Bundespräsidenten im Schloss Bellevue, so 1997 durch Roman Herzog, 2001 durch Johannes Rau und 2007 durch Horst Köhler. 2006 fand ein großes Gala-Konzert mit Melodien von Walter Jurmann in der ausverkauften Kölner Philharmonie statt Als Stargast trat Max Raabe auf. Dieses erfolgreiche Konzert konnte im Sommer des gleichen Jahres in Berlin im Rahmen eines neuen Musikfestes erneut zur Aufführung gebracht werden.
Im Jahr 2007 übergab Heinz-Walter Florin nach erfolgreichen 10 Jahren den Dirigentenstab an Michael Nathen, der den Chor im Sinne seines Vorgängers fortführt. Aktueller Chorleiter ist Michael Bertelmann. Unter seiner Regie stellte sich der Chor neuen Aufgaben, dem Zeitgeist entsprechend. Mit kölschem Liedgut begeisterten die Sänger bei ausverkauften Veranstaltungen ihr Publikum. Mit Hätz un Siel, das neue Motto beinhaltet die aktuelle Philosophie der Eintracht.
Nicht sehr weit vom ursprünglichen Gründungslokal entfernt – nämlich im Engelshof in Westhoven – hat der Chor heute seinen Sitz und Probenraum. Ca. 20 aktive Sänger aus dem Großraum Köln kommen dort einmal wöchentlich am Montagabend zur intensiven Probe zusammen. Ideell und finanziell wird der MC Eintracht Köln-Porz durch eine große Zahl von Fans und Sponsoren unterstützt. Besonders stolz ist er auf den 1990 gegründeten „Förderverein MC Eintracht Köln-Porz“, der mit über 100 Mitgliedern dem Chor bei vielen kostenträchtigen Kulturveranstaltungen und Konzertreisen „unter die Arme greift“.
Von Klassik zu Kölsch
Der Chor Eintracht Köln-Porz von 1889 bis heute
1889 gegründet, blickt der Chor Eintracht Köln-Porz auf eine lange und vielseitige Geschichte zurück. Von klassischen Anfängen, Chorreisen in alle Welt, von Schallplattenaufnahmen und einer musikalischen Neuausrichtung in den letzten Jahren berichten die Mitglieder des Chores. Zudem zeigt der Film Impressionen aus dem Proberaum, historische Fotos und Konzertmitschnitte. Der Film ist auch auf YouTube verfügbar.
Ein Film von Lars Göllnitz.
